Spätburgunder ( Pinot Noir ) - Die Diva der Ahr

Damals wurde der Rotwein, damals noch nicht der Spätburgunder ( Pinot Noir ), als Getränk der Götter angesehen oder auch mit dem vergossenen Blut im Krieg gegen die Götter verglichen. Aufgrund von mehreren Fossilienfunden ist es erwiesen, dass bereits vor mehr als 8000 Jahren Weinreben angebaut worden sind. Als die Völker dann sesshaft wurden, begann man damit, die Früchte, die diese Reben trugen, zu verarbeiten. Viele Völker lernten es den Wein anzubauen und die optimale Zeit der Weinlese zu erkennen.

Rotweintrauben

Damit das gute Gelingen in der Herstellung des Spätburgunders garantiert werden kann, spielen einige wichtige Faktoren eine große Rolle: Umwelt, Klima und geografische Faktoren sind von höchster Wichtigkeit. Rotwein besteht hauptsächlich aus Wasser, Alkohol (Ethanol), Zucker (Fructose und Glucose) und Gerbstoffen, die den herben Geschmack bilden. Spuren von vielen Vitaminen und Mineralstoffen sind ebenfalls vorhanden. Es gibt einige Faktoren, die für einen "guten" Wein wichtig sind. Sein Duft und auch sein Geschmack entstehen durch die im Wein vorhandenen primären und sekundären Aromen, die durch komplexe Reaktionen beim Wachstum der Traube und bei der späteren Vinifizierung (Weinherstellung) entstehen. Während der Gärung bilden sich die meisten Verbindungen heraus, die dem Wein (Spätburgunder) seine besondere Note verleihen. Tertiäre Aromen entstehen dann später, wenn der Rotwein älter wird und reift.

Die Spätburgunder Traube

Der Spätburgunder (frz. Pinot Noir) ist eine qualitativ sehr hochwertige und anspruchsvolle Edel-Rebsorte mit höchsten Ansprüchen an Klima und Lage. An der Ahr werden Spitzenqualitäten mit eigenem Charakter erzeugt, die sich mit den berühmtesten roten Burgundern Frankreichs messen können. Die rundliche Traube ist mittelgroß, dichtbeerig und von dunkelblauer bis violettblauer Farbe. Die Schale der Spätburgunderbeere ist dünnhäutig und verlangen eine sehr feinfühlige Bearbeitung, da durch Verletzungen der Schale ihr Saft zu früh freigesetzt werden kann. Aus der roten Spätburgundertraube wird auch der helle Wein „Blanc de Noir“ hergestellt, wobei der gewonnene helle Rebensaft ohne Einmaischung der Schale vergoren wird, so dass ein Wein heller Farbe entsteht. Rebsortentypische Aromen: Himbeere, Erdbeere, Schwarze Johannisbeere, Kirsche, Veilchen, Hagebutte, Gewürznelke, selten Kaffeenoten, Rauch, Leder...

 

Die Spätburgunder der Ahr sind einzigartig, da es kaum ein anderes Anbaugebiet gibt, wo sich die Steilstlagen mit Schieferböden paaren und man ein südländisches Klima vorfindet. Heiße Tagestunden und kuhle Nächte sind hervorragende Bedingungen für den Anbau der Spätburgunderrebe. Fruchtbetonte und mineralische Rotweine bringen die Trauben des Spätburgunder an der Ahr hervor... Wenn dann die Winzer ihre ganz persönlichen Ausbauweisen zum Einsatz bringen, kommen ganz unterschiedliche Geschmacksrichtungen zum Gaumen. Der Ausbau in neuen Barriques, in mehrfachbelegten Barriques, in großen Holzfässern oder im Edelstahltank und die Dauer der Reife in diesen Behältnissen geben dem Spätburgunder individuelle Geschmacks- und Nachhalleindrücke...

 

Wir wünschen Ihnen mit dem Spätburgunder der Ahr wunderschöne Momente...